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Technischer RatgeberFeststellanlagen & Brandschutz

GEZE-Anschlusspläne für Feststellanlagen: RSZ 7, TS 5000 R und GC 151

  • Ein Sammelplan für die Elektrik: Die GEZE-Anleitung FA GC 150 beschreibt den Anschluss von RSZ 6, RSZ 7, TS 5000 R, TS 5000 RFS, TS 5000 R-ISM und den Haftmagneten.
  • 230 V nur durch die Elektrofachkraft: Schutzklasse II, Kabel NYM-O 2 x 1,5 mm², bauseits ein Leitungsschutzschalter 16 A.
  • Leitungsüberwachung: Für Deckenmelder fordert die Bauartgenehmigung sie, für den Handauslösetaster, wenn er vorgeschrieben ist. Überwacht wird mit 43-kΩ-Widerständen.
  • Drei Jumper am GC 151: J1 für Taster oder BMA, J2 für Deckenmelder, J3 für die Leitungsüberwachung.
  • Nur zugelassene Geräte: Eingebaut werden darf nur, was in der Bauartgenehmigung steht.

Ein GEZE-Anschlussplan zeigt, wie Netzteil, Sturzrauchschalter, Deckenmelder, Handauslösetaster und Feststellvorrichtung einer Feststellanlage verdrahtet werden. Für die Feststellanlagen mit Rauchschalterzentrale RSZ 6 oder RSZ 7 und für die Gleitschienen-Türschließer TS 5000 R, RFS und R-ISM gilt dieselbe Sammelanleitung: der GEZE-Anschlussplan FA GC 150. Dieser Artikel erklärt das Prinzip, die Kabel, die Jumper und die Leitungsüberwachung. Die Klemmenbelegung im Einzelnen zeigt nur der Plan selbst, den GEZE im Downloadbereich bereitstellt. Montageanleitung und Bauartgenehmigung gelten zusätzlich.

Der Netzanschluss an 230 V muss laut GEZE von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden. Vor dem Anschluss jeder Komponente ist die Versorgungsspannung abzuschalten.

So ist eine GEZE-Feststellanlage aufgebaut

Eine Feststellanlage hält eine Brand- oder Rauchschutztür offen und gibt sie frei, wenn ein Melder Rauch erkennt, der Strom ausfällt oder jemand den Taster drückt. Dann schließt der Türschließer die Tür. GEZE nennt für die Anlage mit separater Zentrale diese Bausteine:

BausteinBei GEZEAufgabe
EnergieversorgungNetzteil RSZ 6, RSZ 7macht aus 230 V die 24 V DC für die Anlage
SturzrauchschalterGC 151Melder über der Tür mit Auslösevorrichtung, steuert die Feststellung
DeckenmelderGC 152, Rauchmelder mit Relaissockelzusätzliche Melder an der Decke beidseitig der Tür
HandauslösetasterUTA, Unterbrechertasterlöst die Anlage von Hand aus
FeststellvorrichtungHaftmagnet GT 50 R oder Feststellung in der Gleitschienehält die Tür offen, solange 24 V anliegen
Aufbau einer GEZE-Feststellanlage: Sturzrauchschalter GC 151, Deckenmelder GC 152, Handauslösetaster und Feststellvorrichtung

Die Bausteine einer GEZE-Feststellanlage mit Montagehöhe des Handauslösetasters und den Leitungsarten, nach GEZE FA GC 150.

Beim GEZE TS 5000 R in der Standardausführung stecken Netzteil, Rauchschalter und elektromagnetische Feststellung in der Gleitschiene. Es gibt ihn auch ohne integrierte Feststellung, dann hält ein Haftmagnet die Tür. Die Montageanleitung nennt ihn eine Anlage mit integrierter Rauchschalterzentrale, zugelassen für einflügelige Feuer- und Rauchschutztüren. Die GEZE RSZ 7 ist dagegen eine eigene Zentrale über der Tür. Sie versorgt Haftmagnete oder eine elektrische Feststellung mit 24 V DC und unterbricht diese Spannung im Alarmfall.

Welcher Plan gehört zu welchem Gerät?

Die meisten Fragen beantwortet die Sammelanleitung FA GC 150. Die einzelnen Kabelpläne je Modell sind laut GEZE eine vereinfachte symbolische Darstellung. Die Klemmenbelegung im Einzelnen steht in der Sammelanleitung.

GerätAbschnitt im Plan FA GC 150
TS 5000 R und TS 5000 R ECline (gleiche R-Gleitschiene)Kapitel 5.8.4 und Netzanschluss in 5.1.2
TS 5000 R-ISM für zweiflügelige TürenKapitel 5.8.5
RSZ 7 und RSZ 6 mit HaftmagnetenKapitel 5.8.1, dazu die Montageanleitung der RSZ 7
Sturzrauchschalter GC 151Kapitel 4.4 (Jumper, Klemmen)
Deckenmelder GC 152Kapitel 4.6 und 5.2.1
UnterbrechertasterKapitel 4.11 und 5.3.1
Funk: GC 171, GC 172, GC 175Kapitel 4.5, 4.9, 4.12, 5.4 und 5.5

Netzanschluss: Schutzklasse, Kabel und Absicherung

RSZ 6, RSZ 7, TS 5000 R, TS 5000 RFS und TS 5000 R-ISM sind Geräte der Schutzklasse II. Für sie gilt laut FA GC 150:

  • Anschluss mit dem zweiadrigen Kabel NYM-O 2 x 1,5 mm².
  • Ein dreiadriges NYM-J 3 x 1,5 mm² ist möglich. Der Schutzleiter darf dann nicht angeschlossen werden und muss dauerhaft isoliert werden, etwa mit Lüsterklemme oder Schrumpfschlauch.
  • Bauseits ist ein Leitungsschutzschalter 16 A vorzusehen.
  • Die 230-V-Zuleitung wird doppelt isoliert, also mit Kabelmantel, mindestens 8 mm weit in den Anschlussraum geführt.
  • Die Gesamtstromentnahme am Netzteil beträgt höchstens 260 mA.

Die Montageanleitungen von RSZ 7 und TS 5000 R nennen als Betriebsspannung 24 V DC ± 15 % und eine Stromaufnahme von höchstens 260 mA. Das Netzteil ist nach Schutzart IP20 nur für trockene Räume gedacht. Achtung bei einer unterbrechungsfreien Stromversorgung: Dann steht die Anlage auch bei netzseitiger Freischaltung weiter unter Spannung.

Leitungen zu Meldern und Tastern

Für die Signalleitungen schreibt GEZE Fernmeldekabel J-Y(ST)Y vor. Welche Länge erlaubt ist, steht als Kennziffer am jeweiligen Kabel im Plan:

Kabel im PlanTypLänge
3J-Y(ST)Y 2 x 0,6 mm oder 2 x 0,8 mmkleiner als 15 m
4J-Y(ST)Y 2 x 0,6 mm oder 2 x 0,8 mmkleiner als 6 m
5J-Y(ST)Y 2 x 2 x 0,6 mm oder 2 x 2 x 0,8 mmkleiner als 15 m
6J-Y(ST)Y 2 x 2 x 0,6 mm oder 2 x 2 x 0,8 mmkleiner als 6 m
7J-Y(ST)Y 2 x 0,6 mm oder 2 x 0,8 mmkleiner als 3 m
8J-Y(ST)Y 2 x 2 x 0,6 mm oder 2 x 2 x 0,8 mmkleiner als 3 m
  • Nur die angegebenen Kabeltypen verwenden. Nicht gekennzeichnete Verbindungen im Plan sind Systemkabel, und nur diese dürfen verwendet werden.
  • Kabel mechanisch schützen und befestigen, nicht benutzte Adern isolieren.
  • Die Leitungen zu den Deckenmeldern (ASin und ASout) und zum ersten Handauslösetaster müssen getrennt oder geschützt verlegt werden.
  • Der Kabelplan der RSZ 7 verlangt, die Signalleitungen mindestens 2000 mm aus der Wand stehen zu lassen und flexible Leitungen nicht zu verputzen.

Deckenmelder anschließen und Leitung überwachen

Laut FA GC 150 nimmt der Sturzrauchschalter GC 151 bis zu drei Deckenmelder in 3-Leitertechnik auf. Das Datenblatt der RSZ 7 nennt zwei zusätzliche Rauchschalter. Maßgeblich ist der Plan der jeweiligen Anlage. Ob überhaupt Deckenmelder nötig sind, hängt vom Abstand zwischen Sturzunterkante und Decke und von der Öffnungsweite der Tür ab, das erklärt der Feststellanlagen Ratgeber.

Anordnung der Rauchmelder an einer Feststellanlage nach Abstand h und Öffnungsweite

Ein Sturzrauchschalter genügt, wenn h auf beiden Seiten unter 100 cm und die Öffnungsweite unter 300 cm liegt. Sonst kommt je ein Deckenmelder pro Türseite dazu.

Die Bauartgenehmigung fordert, dass die Leitung zu den Deckenmeldern überwacht wird. Dafür sitzen am Leitungsende zwei Abschlusswiderstände von je 43 kΩ. Beim GC 152 sind sie im Relaissockel eingebaut und trennbar. So bleibt die Überwachung wirksam:

  • Jumper J3 am GC 151 steht zur Messkammer hin auf 2-3. Das ist der Auslieferungszustand.
  • Im ersten Relaissockel GC 150 B wird die Sollbruchstelle getrennt, mit einem 3-mm-Schraubendreher durch das Loch auf der Sockelrückseite.
  • Im letzten Relaissockel wird die Sollbruchstelle nicht getrennt.
  • Der sichtbare Widerstand im Sockel ist der Alarmwiderstand. Er darf nicht getrennt werden.
  • Beim Anschluss von Deckenmeldern wird Jumper J2 am GC 151 abgezogen.

Bei Feststellanlagen an Brandschutztüren in Rettungswegen dürfen laut GEZE ausschließlich Rauchmelder eingesetzt werden.

Handauslösetaster und Brandmeldeanlage

Ob ein Handauslösetaster Pflicht ist, hängt von der Feststellvorrichtung ab:

  • Optional beim TS 5000 R und den R-ISM-Varianten. Sie lassen sich von Hand auslösen, indem man die Türflügel zuzieht.
  • Pflicht beim TS 5000 RFS, RFS-KB, R-ISM-EFS und bei den Haftmagneten GT 50 R, GT 60 R, GT 63 R und GT 70 R. Diese können nicht durch Zuziehen ausgelöst werden.

GEZE empfiehlt eine Montagehöhe von 140 cm ± 20 cm, gut sichtbar in unmittelbarer Nähe der Tür und nicht vom geöffneten Flügel verdeckt. Der GEZE Unterbrechertaster hat einen Wechsler und einen Abschlusswiderstand von 43 kΩ.

Für den Anschluss gilt:

  • Jumper J1 am GC 151 abziehen.
  • Zur Leitungsüberwachung einen 43-kΩ-Widerstand parallel im Taster anschließen.
  • Mehrere Taster mit Schließerkontakt werden parallel angeschlossen, mehrere mit Öffnerkontakt in Reihe. Der 43-kΩ-Widerstand kommt jeweils nur in den letzten Taster.

Ein potentialfreier Kontakt einer Brandmeldeanlage wird genauso angeschlossen: J1 abziehen, 43 kΩ parallel zum Kontakt. Umgekehrt darf eine Feststellanlage selbst kein Feueralarmsignal für das Gebäude auslösen.

Jumper am Sturzrauchschalter GC 151

JumperAbziehen bzw. setzen, wenn
J1abziehen bei Handauslösetaster oder BMA-Kontakt
J2abziehen bei Deckenmeldern
J3auf 2-3 (Auslieferungszustand): Leitungsüberwachung ein
J1 und J2immer abziehen beim Anschluss des Funkmoduls GC 171

Die Jumper werden nur spannungsfrei umgesteckt, dazu Klemme KL1 abziehen. Die neue Einstellung wird erst nach Spannungswiederkehr aktiv. Die Leitungsüberwachung darf laut GEZE nur abgeschaltet werden, wenn der GC 151 als Ersatzteil in einer Altanlage ohne Leitungsüberwachung sitzt, etwa anstelle eines ORS 141.

Feststellvorrichtung und Alarmausgang

  • Externe Feststellvorrichtungen wie Haftmagnete werden an KL1 des Sturzrauchschalters angeschlossen (Schraub-Steck-Klemme), interne an KL3 (Systemsteckverbindung).
  • Im Normalbetrieb liegen am Feststellausgang 24 V an (KL1: 3-4 bzw. KL3: 1-2). Der Ausgang liefert höchstens 200 mA und schaltet im Alarmfall für mindestens 10 Sekunden ab.
  • Der Alarmausgang ist ein Relais-Wechsler an den Klemmen 10, 11 und 12, belastbar mit 24 V DC und 1 A. Kontakt 11-12 ist im Normalbetrieb offen und bei Netzausfall oder Alarm geschlossen. Eine Alarmanzeige darf nicht aus der Feststellanlage versorgt werden.
  • Die GEZE Türhaftmagnete mit 24 V DC und 490 N Haltekraft sind mit allen GEZE-Rauchschalterzentralen zugelassen. Die Ausführungen für 230 V AC, 24 V DC mit 200 N und 48 V DC sind in Deutschland nicht mit GEZE-Feststellanlagen bauaufsichtlich zugelassen.

Funkerweiterung GC 170

Zur drahtlosen Erweiterung gibt es das Wireless KIT FA GC 170. Es enthält ein Funkmodul GC 171 und zwei Funk-Deckenrauchmelder GC 172. Das GC 171 kommuniziert mit höchstens sechs Funkgeräten, die Leitung zum Sturzrauchschalter ist höchstens 3 m lang, und am GC 151 werden J1 und J2 abgezogen. Funk und Kabel lassen sich in einer Anlage mischen.

Inbetriebnahme: worauf achten

  • Den Sturzrauchschalter erst nach Abschluss der Bauarbeiten einbauen und die Staubschutzkappe erst bei der Inbetriebnahme abnehmen. Baustaub verschmutzt den Melder und verkürzt seine Lebensdauer.
  • Die Messkammer eines Rauchschalters darf nicht geöffnet werden.
  • Nach dem Einschalten leuchtet die Zustandsanzeige grün. Laut FA GC 150 leuchtet sie nach Druck auf die Prüftaste ca. 10 Sekunden gelb, und die Tür schließt.
  • Rauchmelder werden nur mit einem Prüfaerosol getestet, das sich rückstandslos verflüchtigt.
  • Der Errichter stellt je Bauvorhaben eine Übereinstimmungsbestätigung aus. Die Abnahmeprüfung veranlasst der Betreiber, durchführen dürfen sie GEZE-Fachkräfte, von GEZE autorisierte Fachkräfte oder Fachkräfte einer vom DIBt im Zulassungsverfahren benannten Prüfstelle.

Was eine rote oder gelbe Anzeige bedeutet, erklärt unser Artikel zu den LED-Anzeigen an Feststellanlagen.

Häufige Fragen

Welches Kabel brauche ich für den 230-V-Anschluss einer GEZE RSZ 7 oder eines TS 5000 R?
NYM-O 2 x 1,5 mm². Möglich ist auch NYM-J 3 x 1,5 mm², dann wird der Schutzleiter nicht angeschlossen und dauerhaft isoliert. Bauseits gehört ein Leitungsschutzschalter 16 A dazu, angeschlossen wird von einer Elektrofachkraft.


Wie viele Deckenmelder kann ich an eine GEZE-Feststellanlage anschließen?
Der GEZE-Plan FA GC 150 nennt bis zu drei Deckenmelder am Sturzrauchschalter GC 151, das Datenblatt der RSZ 7 zwei zusätzliche Rauchschalter. Maßgeblich ist der Plan Ihrer Anlage.


Brauche ich beim GEZE TS 5000 R einen Handauslösetaster?
Nicht zwingend. Der TS 5000 R lässt sich durch Zuziehen der Tür auslösen. Beim TS 5000 RFS und bei Haftmagneten ist ein Handauslösetaster dagegen Pflicht.


Wie lang dürfen die Leitungen zu Meldern und Tastern sein?
Je nach Kennziffer im Plan kleiner als 15 m, 6 m oder 3 m, jeweils als J-Y(ST)Y 2 x 0,6 mm oder 2 x 0,8 mm. Zum Funkmodul GC 171 sind es höchstens 3 m.


Was bedeuten die Jumper J1, J2 und J3 am GC 151?
J1 wird für Handauslösetaster oder BMA-Kontakt abgezogen, J2 für Deckenmelder. J3 auf 2-3 schaltet die Leitungsüberwachung ein. Umgesteckt wird nur spannungsfrei.


Darf ich die Leitungsüberwachung abschalten?
Nur wenn der GC 151 als Ersatzteil in einer Altanlage ohne Leitungsüberwachung eingesetzt wird. Für Deckenmelder fordert die Bauartgenehmigung die Überwachung.