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Technischer RatgeberFeststellanlagen & Brandschutz

Hekatron FSZ Basis: Anleitung, Anschlussplan und DIP-Schalter

  • Die Hekatron FSZ Basis vereint Energieversorgung, Auslösevorrichtung, Handauslöse- und Resettaster in einem Gehäuse und liefert 24 V DC mit bis zu 400 mA.
  • Klemmen: Netz (L, N, PE), Relaisausgang, Brandmelder (+24 V, GND, ORS), Stützpunkte K und B, Haftmagnet (THM+, THM-), externer Taster (+24V, HAT, RESET, GND).
  • DIP-Schalter: DIP 1 Leitungsüberwachung, DIP 2 Stichbetrieb, DIP 3 Alarmspeicher. Bei der FSZ Pro ist DIP 1 der Alarmspeicher, die FSZ Kompakt hat Steckbrücken.
  • Mit Leitungsüberwachung kommt der Magnethalter in Klemme 5 des letzten ORS 142; ohne externen Taster schließt das Abschlussmodul AM 142 den Handauslöseeingang ab.
  • Zulassung: Bauartgenehmigung Z-6.500-2427, zertifiziert nach EN 14637. Nach der Errichtung ist eine Abnahmeprüfung Pflicht.

Die FSZ Basis ist eine Feststellanlagenzentrale von Hekatron zum Anschluss und zur Stromversorgung der Brandmelder ORS und TDS und zugleich die Auslösevorrichtung für Feststellvorrichtungen wie Haftmagnete: Meldet ein Brandmelder Alarm oder wird ein Handauslösetaster gedrückt, gibt sie die Brand- oder Rauchschutztür zum Schließen frei. Dieser Ratgeber fasst die Montageanleitung der Hekatron FSZ Basis zusammen. Wie eine Feststellanlage aufgebaut ist und wo die Melder sitzen, erklärt der Feststellanlagen Ratgeber.

Aufbau und Komponenten der FSZ Basis

An der Front sitzen drei LEDs (Betrieb grün, Störung orange, Alarm rot), der interne Handauslösetaster und der Resettaster. Die Zentrale hat einen Relaisausgang mit potentialfreiem Wechsler für einen Signalgeber oder die Gebäudeleittechnik, einen 24-V-Ausgang für Feststellvorrichtungen und drei Eingänge: Brandmelder, externer Handauslösetaster, externer Resettaster. Typische Komponenten:

Bei den Varianten 31-5400002-01-xx und -05-xx liegt ein Abschlussmodul AM 142 bei. Die FSZ Basis 230V hat zusätzlich ein 1,5 m langes Netzkabel mit Schutzkontaktstecker.

Anschlussplan FSZ Basis: die Klemmen

KlemmenblockBezeichnungFunktion
1 Stromnetz 230 V1 L, 2 N, 3 PEAußenleiter, Neutralleiter, Schutzleiter; 0,25 bis 2,5 mm²
2 Relaisausgang1, 2, 3Arbeitskontakt (NO), Mittelanschluss (COM), Ruhekontakt (NC)
3 Brandmelder+24 V, GND, ORS24 V (+), GND (-), Rückmeldung Alarmschleife; 0,25 bis 1,5 mm²
4 StützpunktklemmeK, BStützpunkte
5 FeststellvorrichtungTHM+, THM-24 V (+) und GND (-) für den Haftmagneten
6 Ext. Handauslöse- und Resettaster+24V, HAT, RESET, GND24 V (+), Rückmeldung Handauslöse- und Resettaster, GND (-)

Hekatron nennt für alle Schraubklemmen 0,5 bis 0,6 Nm. Vorsicht beim Modellwechsel: Bei der FSZ Basis ist Netzklemme 1 der Außenleiter L, bei der FSZ Pro der Neutralleiter N.

Platine der Hekatron FSZ Basis mit den nummerierten Anschlussklemmen 1 bis 6 und Legende von Stromnetz bis externem Handauslöse- und Resettaster

Die sechs Klemmenblöcke der FSZ Basis von Stromnetz 230 V bis zum externen Handauslöse- und Resettaster. Abbildung aus der Hekatron Montageanleitung FSZ Basis.

ORS 142, Haftmagnet und Handauslösetaster anschließen

Der Sockel des ORS 142 ist so belegt: 1 = 18 bis 28 V DC, 2 = GND, 3 = Kommunikationsschnittstelle, 4 = Relaiskontakt (Rückmeldung), 5 = Relaiskontakt (Montageposition Magnethalter), 6 = Stützpunkt. In den Anschlussbildern der FSZ Basis gehen +24 V auf Sockelklemme 1, GND auf 2 und ORS auf 4. Der Haftmagnet hängt an THM+ und THM-.

Ohne Leitungsüberwachung wird der Eingang für den externen Handauslösetaster per Drahtbrücke abgeschlossen. Erlaubt sind bis zu 200 m Leitung, am Verbraucher müssen mindestens 21,6 V anliegen.

Mit Leitungsüberwachung (DIP 1 auf ON):

  • Der Magnethalter sitzt in Klemme 5 des letzten ORS; er liegt den Sockeln bei. Bei TDS-Meldern kommt ein AM 142 in den letzten Melder.
  • Ohne externen Taster schließt ein AM 142 den Handauslöseeingang ab, der gelbe Draht wird abgeschnitten. Mit externem Handauslöse- und Resettaster sitzt das AM 142 im Taster, dann werden roter und schwarzer Draht abgeschnitten; beim Druckknopftaster sitzt es im Druckknopftaster. Belegung: a = gelb, b = weiß, c = schwarz, d = rot.
  • Leitungslänge höchstens 35 m zur Feststellvorrichtung und 75 m zu den Brandmeldern.

Netzanschluss mit NYM 3 x 1,5 mm² bis 3 x 2,5 mm²; im Versorgungsstromkreis ist ein Leitungsschutzschalter vorzusehen, sein Einbauort gehört ins Abnahmeprotokoll.

Anschlussbild der FSZ Basis mit Leitungsüberwachung: Brandmelder ORS, Haftmagnet THM und Abschlussmodul AM 142 am Handauslöseeingang

Mit Leitungsüberwachung sitzt der Magnethalter in Klemme 5 des ORS und das AM 142 schließt den Handauslöseeingang ab. Abbildung aus der Hekatron Montageanleitung FSZ Basis.

DIP-Schalter der FSZ Basis einstellen

DIPEinstellungONOFF
1DIN EN 14637mit Leitungsüberwachungohne Leitungsüberwachung
2Stichbetrieb2-Stichbetrieb1-Stichbetrieb
3Alarmspeicheraktivinaktiv

Ab Werk stehen alle drei Schalter auf OFF. Nach DIN EN 14637 steht DIP 1 immer auf ON, nach DIBt geht beides. DIP 2 wird nur bei DIP 1 auf ON ausgewertet, der externe Handauslösetaster zählt nicht als Stich. Nach DIBt mit Freilauftürschließern oder Drehflügelantrieben steht DIP 3 immer auf ON, ebenso zeigt die Anleitung ihn bei externem Resettaster, Druckknopftaster und Toren mit Signalgeber.

Mit Alarmspeicher bleibt ein Alarm bis zum Reset gespeichert, auch über einen Netzausfall hinweg. Ohne Alarmspeicher kehrt die Zentrale von selbst in den Betrieb zurück, sobald Rauchschalter oder Taster nicht mehr auslösen. In Ex-Bereichen darf die Leitungsüberwachung nicht aktiviert werden.

Die Melderzahl hängt von der Betriebsart ab: nach DIBt bis zu 12 Brandmelder; nach DIN EN 14637 im 1-Stichbetrieb bis zu 6, im 2-Stichbetrieb bis zu 9, höchstens 6 je Stich. Im Katalog positioniert Hekatron die FSZ Basis für einfache Anlagen mit bis zu neun Rauchschaltern.

Tabelle der DIP-Schalter 1 bis 3 der FSZ Basis mit Lage auf der Platine, Werkseinstellung und Beispielstellung

DIP 1 schaltet die Leitungsüberwachung, DIP 2 den Stichbetrieb und DIP 3 den Alarmspeicher; ab Werk stehen alle auf OFF. Abbildung aus der Hekatron Montageanleitung FSZ Basis.

Montage und Inbetriebnahme Schritt für Schritt

Die Schritte 1 bis 8 folgen der Hekatron-Montageanleitung. Den Anschluss dürfen laut Hekatron nur Elektrofachkräfte oder elektrotechnisch unterwiesene Personen ausführen, nur im spannungsfreien Zustand.

  1. FSZ Basis in 1,4 m Höhe (Unterkante) montieren, höchstens 2,3 m seitlich vom nächsten Brandmelder der Tür; sonst einen zusätzlichen Deckenmelder über der Zentrale setzen.
  2. Montagelöcher bohren, bei Hutschiene die Montageadapter anbringen.
  3. Kabeleinführungen ausbrechen, bei Aufputz Kabelverschraubungen bestücken.
  4. Oberteil aufklappen, bei Bedarf aushängen (Flachbandkabel abziehen, ESD-Schutz beachten).
  5. Kabel einführen, Gehäuse festschrauben, Kabel anschließen, Verschraubungen zur Zugentlastung anziehen.
  6. DIP-Schalter einstellen.
  7. Oberteil einhängen, Flachbandkabel ungeknickt einstecken; bei Toren den Einschubstreifen auf „Tor schließen“ drehen.
  8. Oberteil schließen, Schrauben mit leichtem Druck anziehen.

Vor dem ersten Einschalten verlangt Hekatron, alle Anschlüsse nochmals zu prüfen. Im Betrieb leuchtet die LED Betrieb grün; Blinkcodes erklärt der Ratgeber LED-Anzeigen an Feststellanlagen. Die Ergebnisse der Inbetriebnahme sind lückenlos als Positivliste zu dokumentieren, etwa mit dem Hekatron IW-Set RS Inbetriebnahme- und Wartungsset; dann folgt die Abnahmeprüfung.

FSZ Basis, FSZ Pro und FSZ Kompakt im Vergleich

MerkmalFSZ BasisFSZ ProFSZ Kompakt
Ausgangsstrom400 mA900 mA460 mA
Relaisausgänge1 Wechsler2 Wechsler1 Wechsler, 24 V DC
EinstellungDIP 1 LÜ, DIP 2 Stich, DIP 3 AlarmspeicherDIP 1 Alarmspeicher, DIP 2 Stich, DIP 3 LÜ, dazu Hupe, Pufferung, stiller AlarmSteckbrücke J1 Alarmspeicher, J2 Leitungsüberwachung
Besonderheiten3 EingängeHupe 65 dB(A), externer Alarmeingang, Pufferung mit ESM ProBrandmeldereingang im 1-Stichbetrieb, Montage auch am Sturz oder auf der Zarge
BauartgenehmigungZ-6.500-2427Z-6.500-2359Z-6.500-2394

Hekatron beschreibt die Hekatron FSZ Pro als Zentrale für hohe Anforderungen oder mehr als neun Rauchschalter, die Hekatron FSZ Kompakt als ideal für Türsturz, Türrahmen, Decke oder Nischen.

Zulassung und Abnahme der FSZ Basis

Die Zentrale hat die Zulassung Z-6.510-2402, das System FSZ Basis die Bauartgenehmigung Z-6.500-2427, laut Verlängerungsbescheid gültig bis 27. August 2029; dazu Zertifizierung nach EN 14637 und VdS-Anerkennung G 213091. Die Genehmigung gilt für Feuer- und Rauchschutzabschlüsse als ein- und zweiflügelige Drehflügeltüren, Schiebetüren und -tore sowie Vorhänge in Innenwänden; zweiflügelige Türen brauchen einen Schließfolgeregler nach DIN EN 1158.

Die Genehmigung führt unter anderem ORS 142, ORS 142 W, ORS 155 F und TDS 247 als Brandmelder und die Haftmagnete THM 413, 425, 425-1, 433, 439 und 440 sowie Dorma EM 500 G, U und A als Feststellvorrichtungen für Drehflügeltüren. Nur dort aufgeführte Geräte sind zulässig. Mechanische Feststellung an Brand- und Rauchschutztüren ist verboten.

Die Abnahmeprüfung veranlasst der Betreiber; durchführen dürfen sie nur Fachkräfte des Herstellers, von ihm autorisierte Fachkräfte oder eine vom DIBt benannte Prüfstelle. Geprüft werden mindestens Geräte und Kennzeichnung gegen die Genehmigung, das Zusammenwirken mit Auslösung per simulierter Brandkenngröße und von Hand sowie das Schließen bei Funktionsausfall. Rauchschalter werden ausschließlich mit Hekatron Prüfgas geprüft, etwa Hekatron Prüfgas 918/5. Danach gibt es eine Bescheinigung, und neben der Zentrale wird ein Schild mit Anlagenname, Genehmigungsnummer und Abnahmedatum angebracht.

Häufige Fragen

Wo finde ich die Anleitung und den Anschlussplan der FSZ Basis?
Die Montageanleitung liegt jeder Zentrale bei und steht laut Hekatron auch auf hekatron.de bereit. Sie enthält Klemmenbelegung und Anschlussbilder mit und ohne Leitungsüberwachung.


Welcher DIP-Schalter ist bei der FSZ Basis der Alarmspeicher?
DIP 3. DIP 1 schaltet die Leitungsüberwachung, DIP 2 den Stichbetrieb. Bei der FSZ Pro ist es DIP 1, bei der FSZ Kompakt die Steckbrücke J1.


Wie viele Rauchschalter passen an die FSZ Basis?
Nach DIBt bis zu 12 Brandmelder, nach DIN EN 14637 bis zu 6 (1 Stich) oder 9 (2 Stiche, höchstens 6 je Stich). Dazu kommt der Strom: Die Zentrale liefert 400 mA, der Bedarf ergibt sich aus der Summe aller angeschlossenen Verbraucher.


Brauche ich das Abschlussmodul AM 142?
Nur mit Leitungsüberwachung: am Handauslöseeingang oder im externen Taster, bei TDS-Meldern auch im letzten Melder. Bei ORS 142 kommt stattdessen der Magnethalter in Klemme 5 des letzten Melders.


Welchen ORS 142 brauche ich als Ersatz an einer FSZ Basis?
Den Standard-ORS 142. Der ORS 142 AT RetroFit ist laut Hekatron nur für Bestandsanlagen mit Zulassungen Z-6.5-xxxx bestimmt und darf an Anlagen mit Z-6.500-xxxx wie der FSZ Basis nicht verwendet werden. Nach Empfehlung des Herstellers wird der ORS 142 alle 8 Jahre ausgetauscht.


Darf ich die FSZ Basis selbst anschließen?
Laut Hekatron nur als Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Person, die Abnahme übernehmen die oben genannten Fachkräfte. Alle Teile finden Sie in der Kategorie Feststellanlagen.